Zum Tod von BIM Reinert - Mitbegründerin des Creamcheese


Bim Reinert

Liebe Creamcheese-Gemeinde,

Bim ist gestorben ...


die weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus bekannte Ikone der Künstler- und Gastronomie Szene, Bim Reinert, ist am 3. Juni 2011 nach langer Krankheit verstorben. Sie schuf 1967 das unvergessliche Tanzlokal „Creamcheese“ gemeinsam mit ihrem Mann Achim.

Konzeptionell gestaltet von dem Bildhauer Günther Uecker, dem Filmemacher Lutz Mommartz, dem Allround-Künstler Ferdinand Kriwet – den Malern Gerhard Richter und Heinz Mack entstand in der Düsseldorfer Altstadt auf der Neubrückstraße 12 ein für damalige Verhältnisse spektakuläres und revolutionäres Konzept. 1968 wurde es schon als Gesamtkunstwerk von Professor Bode eingeladen, ein Creamcheese für die 4. Dokumenta in Kassel einzurichten und ist jetzt im Museum Kunstpalast Düsseldorf als Installation in der ständigen Ausstellung noch einmal zu neuem Glanz erweckt worden.

Die enorme Schaffenskraft und Phantasie von Bim Reinert spiegelte sich Jahrzehnte in immer wieder visionären Ideen und neuen Projekten wider. Da war das „ Crepe de Chine“ wo man, heute hieße es „Vintage Mode“ aus den zwanziger und dreißiger Jahren fand, gefolgt von dem Restaurant „Ti-Ta-Tu“, in dem die Beuys Meisterschülerin Katharina Sieverding die Barkeeperin gab. 1973 folgte der elegante „better mans club“, in dem ein ausgestopfter Mops das Publikum an der Freitreppe empfang. Weltberühmte Künstler wie Joseph Beuys, Daniel Spoerri, Gotthard Graubner und auch der Galerist Alfred Schmela verkehrten dort ebenso wie die Industriellen, die Flicks, Gabriele Henkel und andere.

1985 wurde „ Bim´s Marktwirtschaft“ am Carlsplatz mit dem Verleger Dr. Manfred Droste als Partner zum Treffpunkt der Stadt, in dem sich toute la scène ein Stelldichein gab. 1989 kam der Zollhof im Hafen dazu, dessen Garten Dr. Bernhard Korte schuf, bekannt durch die Landschaftsgestaltung der Museumsinsel Hombroich.

1990 eröffnete Bim Reinert das legendäre Gourmetrestaurant „An´ne Bell“ mit seinem einzigartigen, beliebten Biergarten. Ihre privaten Einladungen zum jährlichen Feuerwerksfest galten als der gesellschaftliche Ritterschlag und man riss sich darum! Gäste wie der französische Starregisseur Claude Chabrol, Popikone Frank Zappa, Autor Peter Scholl-Latour, Photokünstler Andreas Gursky waren gern dabei, um nur einige zu nennen.

 

Bim Reinert

 


 

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